Zwischen Frühgeborenenstation, Dating-Apps und drohendem Krieg erzählt Leh-Wei Liaos „Glaszeit“ von Körpern und Biografien, die sich ihrer vermeintlichen Zugehörigkeit entziehen
Von der Anerkennung des Anderen bis zur Verteidigung eines Kogui-Mädchens wird deutlich, wie Ethnozid im Denken beginnt und im Handeln verhindert werden kann
Zynisch bis über die Schmerzgrenze hinaus: In Tony Tulathimuttes vielfach ausgezeichneter Story-Sammlung „Fiasko“ erheben die Außenseiter unter den Millenials ihre (literarische) Stimme
Die ugandische Juristin, Dichterin und Menschenrechtsaktivistin Awadifo Olga Norah über das Schreiben als ethische Reflexion, die Folgen von Gewalt, Frauen als Gestalterinnen des Friedens – und die Kraft der Literatur, Erinnerung zu bewahren
Nyla Matuk erzählt in "Leila & Khaled" nicht nur von einer Rückkehr nach Palästina, sondern auch von der Unmöglichkeit, sich den Bildern der eigenen westlichen Sozialisation zu entziehen
Erika Mann (Sandra Hüller) & Thomas Mann (Hanns Zischler)
Mit „Vaterland“ antwortet Paweł Pawlikowski auf Colm Tóibíns Thomas-Mann-Roman mit radikaler Reduktion: ein Film aus Blicken, Pausen und Leerstellen – überwältigend schön, bisweilen jedoch zu asketisch
Raffinerien, ein Fluch und das schwarze Gold. Arbeiter_innen, Legenden, Petroleum. Der Roman „Total“ von Nastaran Makaremi erzählt um das Erdöl herum. Und wird dann Teil seiner nächsten Verwandlung.
Die Ethnologin Heike Behrend beschäftigt sich mit einem deutschen Provinz-Propheten, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Altmark einen kommerziellen Paradiesgarten betrieben hat
Ein Gespräch mit der libanesischen Schriftstellerin Iman Humaydan über ihren neuesten Roman, den Libanon, Erinnerung, Patriarchat, Migration – und darüber, warum Literatur stärker ist als ein Manifest
Die libanesische Schriftstellerin Iman Humaydan spricht über ihren Roman »Songs for Darkness«, über die Erinnerung an den Krieg, das Leben von Frauen und Migration – und darüber, warum Literatur bewahren kann, was Geschichte und Politik oft auslöschen
Der Geldadel von heute ist ultrareich. Das Wort bezeichnet die letzte Steigerung eines Reichtums jenseits des konkret Fassbaren. Evan Osnos bringt mit „Yacht oder nicht Yacht“ Nachrichten aus einer anderen Welt.