Zwischen Illusion und Erkenntnis verliert der Wahrheitsanspruch der Wissenschaft zunehmend an Halt; an seine Stelle treten Intuition, Irrtum und Zweifel als prägende Kräfte dessen, was wir zu wissen glauben
Zwischen politischer Amnesie und Diaspora-Erfahrung zeigt Su Chang in ihrem überzeugenden Roman-Debüt „The Immortal Woman“, wie sich Gewalt in Körpern und Biografien fortsetzt. Auch dort, wo Freiheit versprochen wird
Von Siegfried Kracauer bis Abdullah Al-Baradouni: Der Jemen gelesen durch Poesie, Fiktion und Kulturanalyse – als Frühwarnsystem für Macht, Illusion und gesellschaftlichen Zerfall
In „Ubuntu – The Raw Truth Unravelled“ entwirft Mthulisi Ndlovu "Ubuntu" als ethische Gegenkraft zur Zersplitterung der Moderne und verbindet poetische Dringlichkeit mit politischer, spiritueller und gemeinschaftlicher Kritik
Examen de conscience – Poésie russe en temps de guerre
Mehr als vier Jahre dauert schon der Krieg Russlands gegen die Ukraine, länger als der Große Vaterländische Krieg gegen Nazi-Deutschland. Ein Ende ist nicht in Sicht. 16 Russische Dichter befragen ihr Gewissen.
Sie gehören zu den profiliertesten, produktivsten und bezaubernsten Schriftstellern im deutschsprachigen Raum – und sie sind ein Paar: Dana Grigorcea und Perikles Monioudis
Zwischen Mythos und Markt: die Verführung des Neuen als mentale Illusion und Triebkraft des Kapitalismus – im Widerstreit mit der Nüchternheit des Realen und seiner unvermeidlichen Hinwendung zur Fiktion
Dass die Demokratie in einer tiefen Krise steckt, beunruhigt viele. Was dagegen hilft, bleibt unklar. Der deutsche Historiker Jörg Baberowski geht dieser Frage in „Am Volk vorbei – Zur Krise der liberalen Demokratie“ nach.
Mbizo Chirasha im Gespräch mit Roselie Vasquez-Yetter – zivilgesellschaftlich engagierte Expertin, Menschenrechtsaktivistin und Co-Executive Director von PartnersGlobal
Wird das Spiel der Großmächte die Welt in den Dritten Weltkrieg führen? Selbst dann, wenn sie ihn gar nicht wollen? Das Buch „Der kommende Sturm“ des Historikers Odd Arne Westad versucht das Unvorstellbare zu verhindern.
Iryn Tushabes Roman „Everything Is Fine Here“ ist ein faszinierender Bildungsroman über queere Selbstermächtigung, religiösen Fanatismus und die politische Gewalt des Alltags im heutigen Uganda
Scholastique Mukasongas „Sister Deborah“ ist eine faszinierende literarische Genealogie über christliche Mission, apokalyptische Erwartungen und koloniale Ordnung
Vom Fluss Siddharthas bis zum Brüllen des Steppenwolfs: Hermann Hesse beleuchtet unsere inneren Abgründe und ruft den Leser auf, sich von fremden Skripten zu lösen und die eigene Wahrheit zu erschaffen
Andy Weirs Roman „Der Astronaut“ wird bei Phil Lord und Chris Miller zum großen Science-Fiction-Film, der literarische und wissenschaftliche Präzision gegen Emotion und Tempo eintauscht
Oyinkan Braithwaites „Der Fluch der Falodun Frauen“ erzählt von Fluch, Erinnerung und Selbstermächtigung – zwischen Lagos, Familiengespenstern und der Frage, ob Herkunft Schicksal oder nur Erzählung ist