Der ägyptische Autor Ahmed Abdel Moneim Ramadan über Absurdität und Fantasie, die die sozialen und politischen Realitäten Ägyptens widerspiegeln, über Veränderungen in der Literaturlandschaft und die Ökonomie des Schreibens ohne finanzielle Perspektive
„Ins hohe Gras“: Trevor Noah und Sabina Hahn erzählen, warum man manchmal nur loslaufen muss, um heimzukehren. Eine Fabel über Freundschaft, Freiheit und das sanfte Gewicht von Entscheidungen
Der Historiker Volker Weiß zeigt in „Das Deutsche Demokratische Reich“ auf, wie mit Überschreibungen und Umdeutungen des Historischen in der Gegenwart rechte Politik gemacht wird
In seiner transkontinentalen Familiengeschichte „Tabak und Schokolade“ rekonstruiert Martin R. Dean koloniale Verflechtungen der Schweiz anhand unterschiedlichster Gedächtnismedien
KAG1LP2MDIAKITE, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Bildunterschrift
Yambo Ouologuem
„Das Gebot der Gewalt“ des malischen Schriftstellers Yambo Ouologuem wurde als Penguin Modern Classic neu aufgelegt, eine Reihe, die nach eigener Aussage „die Lesegewohnheiten von Generationen seit 1961 geprägt hat“
Shaw Kuzki zeigt in „Die weiße Laterne“, wie Erinnerung über Generationen wandert und sich verändert. Ihr Jugendroman verbindet historische Wahrheit, poetische Verdichtung und die leisen Rituale einer ruhelosen Stadt
Halldór Laxness suchte zeitlebens nach literarischer und politischer Identität. Seine Romane über Kolonialität, Armut und Naturgewalt wirken heute wie Vorläufer der Literatur des globalen Südens. Laxness-Biograf Halldór Guðmundsson im Interview
Dhruva Jaishankar hat mit „Vishwa Shastra – India and the World“ eine Einführung in die indische Geschichte für die Jugend seines Landes geschrieben. Im Mittelpunkt stehen Indiens Beziehungen zur Welt und die Zukunft des Subkontinents
Zwischen Widerstand und kreativer Aneignung: Wie afrikanische Künstler den westlichen Theaterkanon transformieren, um kulturelle Selbstbestimmung und neue Ausdrucksformen zu schaffen
Mit „Adama“ legt Lavie Tidhar ein schonungsloses Panorama israelischer Geschichte zwischen Gewalt, Hoffnung und Selbstzerstörung vor. Ein ungewöhnlicher Thriller, der zeigt, dass kein Ideal unbeschädigt bleibt, wenn Menschen es leben müssen.
Halim Youssefs „Liebe im Schatten der dunklen Flaggen“ ist ein poetisches Meisterwerk über das Überleben in der Dunkelheit an der irakisch-syrischen Grenze
In „Diebstahl“ zeichnet Abdulrazak Gurnah die feinen Risse nach, die durch Freundschaft, Liebe und Herkunft verlaufen, wenn eine Gesellschaft in Bewegung gerät. Ein leiser Roman, der gerade in seinen Auslassungen seine größte Wucht entfaltet
Der mexikanische Fotograf Arturo Soto entfaltet in seinem neuen Buch „Border Documents“ eine stille, poetische Topographie des Erinnerns – fern von Klischees, nah an der alltäglichen Realität der Grenze
Romain Graziani erklärt in „Les Lois et les Nombres – Essai sur les ressorts de la culture politique chinoise“, wo die Wurzeln chinesischen Staatsdenkens liegen, was sie bedeuten und wie sie noch heute unsere Gegenwart prägen