Deutschland, das Land, dessen Bewohner so gerne in allem Weltmeister wären, hält mit den meisten getöteten Migranten in der Europäischen Union einen traurigen Rekord. Asal Dardan begibt sich mit ihrem Buch „Traumaland“ auf Spurensuche
Jean D’Amérique erzählt in seinem beeindruckenden Prosadebüt „Zerrissene Sonne“ sprachgewaltig von prekären Verhältnissen. Und einer Kindheit, die sich nicht nur über die Sprache grandios selbst ermächtigt
„Unmöglicher Abschied“, der neue Roman der gerade gekürten Nobelpreisträgerin Han Kang erzählt von transgenerationalen Traumata, einer zärtlichen Frauenfreundschaft und einer wiedergefundenen Mutter. Und auch von so etwas wie Hoffnung
Jörg Schiekes Gedichte in „Silverman schickt mich“ bestechen durch den Reiz, sie nicht bis ins Letzte auflösen zu können, aber auch durch eine systematische poetische Auseinandersetzung mit DDR-Altlasten
Paul Lynch gelingt es, in seinem mit dem Booker-Preis ausgezeichneten „Das Lied des Propheten“ unsere gefährdete politische Gegenwart in eine düstere Vision zu überführen, die wichtiger als viele politische Abhandlungen ist
Tash Aws Memoir „Fremde am Pier“ ist ein so erhellendes wie berührendes Dokument über die Suche nach familiärer und nationaler Identität in Zeiten der Migration
"Intermezzo" - ein musikalisches Zwischenspiel, ein unerwarteter Schachzug und nun Sally Rooneys neuester Roman, in dem sie sich mit den universellen Themen Trauer, Verlust und Liebe auseinandersetzt
Clemens Böckmann gibt in „Was du kriegen kannst“ herzbeklemmende Einblicke in das Leben einer Sexarbeiterin, die für die Stasi spioniert hat und in den „real existierenden Sozialismus“ der 1989 aufgelösten Deutschen Demokratischen Republik