Nyla Matuk erzählt in "Leila & Khaled" nicht nur von einer Rückkehr nach Palästina, sondern auch von der Unmöglichkeit, sich den Bildern der eigenen westlichen Sozialisation zu entziehen
Raffinerien, ein Fluch und das schwarze Gold. Arbeiter_innen, Legenden, Petroleum. Der Roman „Total“ von Nastaran Makaremi erzählt um das Erdöl herum. Und wird dann Teil seiner nächsten Verwandlung.
Der preisgekrönte Roman "Taiwan Travelogue" von Yang Shuang-zi verbindet so klug wie emotional Kolonialgeschichte, Begehren und Kochkunst – und lässt jede Speise auch von Macht erzählen
Abdellah Taïas „Die Bastion der Tränen“ ist ein poetisch-schmerzhafter Roman über Homosexualität, Exil und die unheilbaren Wunden von Herkunft, Familie und gesellschaftlicher Enge eines Marokko der Erinnerung
Ein Milliardär, das Blut junger Frauen, Bombenbau, Islamisten im Netz: Madeline Cash sammelt Verschwörungsmythen der Gegenwart. Das ist komisch, doch warum schweigt „Verlorene Schäfchen“, wo Macht sichtbar würde?
In „Eddos goldenes Lächeln“ verdichtet Stella Gaitano Familiengeschichte, Bürgerkrieg und weibliche Erfahrung zu einem Roman von poetischer Wucht und analytischer Klarheit, der auch sprachlich und kompositorisch begeistert
Zwischen politischer Amnesie und Diaspora-Erfahrung zeigt Su Chang in ihrem überzeugenden Roman-Debüt „The Immortal Woman“, wie sich Gewalt in Körpern und Biografien fortsetzt. Auch dort, wo Freiheit versprochen wird
Iryn Tushabes Roman „Everything Is Fine Here“ ist ein faszinierender Bildungsroman über queere Selbstermächtigung, religiösen Fanatismus und die politische Gewalt des Alltags im heutigen Uganda
Scholastique Mukasongas „Sister Deborah“ ist eine faszinierende literarische Genealogie über christliche Mission, apokalyptische Erwartungen und koloniale Ordnung