Matthias Häussler schildert in „Die Last der Sonne“ die Kriege der Ovaherero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia – Selbstbewusste Afrikaner treffen auf rassistische Menschenverachtung.
Von den Schülerprotesten in Frankreich 2026 über die Demonstrationen im Beirut der 1970er-Jahre bis zum Aufstand von 2019: Gedanken einer libanesischen Schriftstellerin über Jugend, Protest und die Heimat, von der wir träumen
Zucker von sauren Apfelringen an den Fingern: Ruth Maria Thomas’ „Die zweitgrößte Liebe“ erzählt von Michelle, vom Zählen und von Klasse – eigenwilliger als Didier Eribon oder Édouard Louis
Der simbabwische Schriftsteller Mbizo Chirasha spricht mit der in Teheran lebenden Schriftstellerin und Künstlerin Saharnaz Omran über das Schreiben, Verlust, politische Gewalt, unbeständige Erinnerung und das Leben unter der Islamischen Republik
Über den Konflikt zwischen religiösen Geboten und persönlichen Gefühlen in Bassam Shams Al-Deens Roman „Hafwah“, der vom jüdischen Leben im Jemen des frühen 20. Jahrhunderts erzählt
Tash Aws souverän konstruierter Roman „Der Süden“ erzählt von Jay, 16, der die Ferien auf der Familienfarm in Malaysia verbringt. Was als Coming-of-Age-Geschichte beginnt, verweigert sich am Ende diesem Genre.
Michel Jean erzählt in „Tiohtiá:ke – Montreal“ von dem mühseligen Weg eines ausgestoßenen Obdachlosen zurück in die Gesellschaft und zeigt auf, wie entscheidend auf diesem Weg Menschen sind, die einem bedingungslos vertrauen
Maielis González Fernández rückt schwarze und karibische Erfahrungen ins Zentrum einer Science-Fiction-Literatur, die jahrzehntelange Ausgrenzung infrage stellt und neue Vorstellungen von Zukunft entwickelt
Hamza Abu Howidy setzt sich als Palästinenser für Frieden zwischen Israel und Palästina ein. Sein Buch „Muscheln am Strand von Gaza“ schildert sein Leben unter der Terrorherrschaft der Hamas
Donica Merhazion wurde 1979 im Gefängnis von Addis Abeba geboren. In „Born at the End of the World“ erzählt sie von ihren Eltern und vom offenen Asmara der sechziger Jahre bis zum Terror der Militärjunta ab 1974.
Lisa Frühbeis und Jonas Seufert geben in „Schattenleben" vier Menschen ohne Papiere ein Gesicht und einen Namen, den sie eigentlich nicht haben dürfen.
Wie Alexander der Große wollte der US-Präsident den Gordischen Knoten der Machtverhältnisse im Mittleren Osten zerschlagen. Sein Schwert war nicht scharf genug. Vali Nasrs „Iran’s Grand Strategy“ erklärt die Hintergründe.
Zwischen Frühgeborenenstation, Dating-Apps und drohendem Krieg erzählt Leh-Wei Liaos „Glaszeit“ von Körpern und Biografien, die sich ihrer vermeintlichen Zugehörigkeit entziehen
Von der Anerkennung des Anderen bis zur Verteidigung eines Kogui-Mädchens wird deutlich, wie Ethnozid im Denken beginnt und im Handeln verhindert werden kann
Zynisch bis über die Schmerzgrenze hinaus: In Tony Tulathimuttes vielfach ausgezeichneter Story-Sammlung „Fiasko“ erheben die Außenseiter unter den Millenials ihre (literarische) Stimme
Die ugandische Juristin, Dichterin und Menschenrechtsaktivistin Awadifo Olga Norah über das Schreiben als ethische Reflexion, die Folgen von Gewalt, Frauen als Gestalterinnen des Friedens – und die Kraft der Literatur, Erinnerung zu bewahren