Scholastique Mukasongas „Sister Deborah“ ist eine faszinierende literarische Genealogie über christliche Mission, apokalyptische Erwartungen und koloniale Ordnung
Andy Weirs Roman „Der Astronaut“ wird bei Phil Lord und Chris Miller zum großen Science-Fiction-Film, der literarische und wissenschaftliche Präzision gegen Emotion und Tempo eintauscht
Oyinkan Braithwaites „Der Fluch der Falodun Frauen“ erzählt von Fluch, Erinnerung und Selbstermächtigung – zwischen Lagos, Familiengespenstern und der Frage, ob Herkunft Schicksal oder nur Erzählung ist
Der Westen hat Hochkonjunktur. Viele glauben, er sei ein baufälliges Haus, das endlich abgerissen gehört. Was aber ist der Westen und wie ist er geworden, was er heute ist? Zwei Bücher geben Auskunft.
„Ins hohe Gras“: Trevor Noah und Sabina Hahn erzählen, warum man manchmal nur loslaufen muss, um heimzukehren. Eine Fabel über Freundschaft, Freiheit und das sanfte Gewicht von Entscheidungen
Der Historiker Volker Weiß zeigt in „Das Deutsche Demokratische Reich“ auf, wie mit Überschreibungen und Umdeutungen des Historischen in der Gegenwart rechte Politik gemacht wird
In seiner transkontinentalen Familiengeschichte „Tabak und Schokolade“ rekonstruiert Martin R. Dean koloniale Verflechtungen der Schweiz anhand unterschiedlichster Gedächtnismedien
KAG1LP2MDIAKITE, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Bildunterschrift
Yambo Ouologuem
„Das Gebot der Gewalt“ des malischen Schriftstellers Yambo Ouologuem wurde als Penguin Modern Classic neu aufgelegt, eine Reihe, die nach eigener Aussage „die Lesegewohnheiten von Generationen seit 1961 geprägt hat“
Shaw Kuzki zeigt in „Die weiße Laterne“, wie Erinnerung über Generationen wandert und sich verändert. Ihr Jugendroman verbindet historische Wahrheit, poetische Verdichtung und die leisen Rituale einer ruhelosen Stadt