Shaw Kuzki zeigt in „Die weiße Laterne“, wie Erinnerung über Generationen wandert und sich verändert. Ihr Jugendroman verbindet historische Wahrheit, poetische Verdichtung und die leisen Rituale einer ruhelosen Stadt
Halldór Laxness suchte zeitlebens nach literarischer und politischer Identität. Seine Romane über Kolonialität, Armut und Naturgewalt wirken heute wie Vorläufer der Literatur des globalen Südens. Laxness-Biograf Halldór Guðmundsson im Interview
Dhruva Jaishankar hat mit „Vishwa Shastra – India and the World“ eine Einführung in die indische Geschichte für die Jugend seines Landes geschrieben. Im Mittelpunkt stehen Indiens Beziehungen zur Welt und die Zukunft des Subkontinents
Zwischen Widerstand und kreativer Aneignung: Wie afrikanische Künstler den westlichen Theaterkanon transformieren, um kulturelle Selbstbestimmung und neue Ausdrucksformen zu schaffen
Mit „Adama“ legt Lavie Tidhar ein schonungsloses Panorama israelischer Geschichte zwischen Gewalt, Hoffnung und Selbstzerstörung vor. Ein ungewöhnlicher Thriller, der zeigt, dass kein Ideal unbeschädigt bleibt, wenn Menschen es leben müssen.
Halim Youssefs „Liebe im Schatten der dunklen Flaggen“ ist ein poetisches Meisterwerk über das Überleben in der Dunkelheit an der irakisch-syrischen Grenze
In „Diebstahl“ zeichnet Abdulrazak Gurnah die feinen Risse nach, die durch Freundschaft, Liebe und Herkunft verlaufen, wenn eine Gesellschaft in Bewegung gerät. Ein leiser Roman, der gerade in seinen Auslassungen seine größte Wucht entfaltet
Der mexikanische Fotograf Arturo Soto entfaltet in seinem neuen Buch „Border Documents“ eine stille, poetische Topographie des Erinnerns – fern von Klischees, nah an der alltäglichen Realität der Grenze
Romain Graziani erklärt in „Les Lois et les Nombres – Essai sur les ressorts de la culture politique chinoise“, wo die Wurzeln chinesischen Staatsdenkens liegen, was sie bedeuten und wie sie noch heute unsere Gegenwart prägen
Ein Gespräch mit Mbizo Chirasha und dem Anti-Apartheid-Schriftsteller, pro-afrikanischen Dichter und Aktivisten Shafā’ath-Ahmad Khān über das Erbe des Protests und die Macht des Schreibens
Guillermo del Toro Guillermo del Toro @ 2025 San Diego Comic-Con International
Guillermo del Toros Frankenstein-Adaption ist mehr als eine Neuverfilmung: Sie ist eine liturgische Lesart von Mary Shelleys Mythos – ein poetisches Bekenntnis zur Macht des Erzählens, zur Verletzlichkeit des Lebens und zur Menschlichkeit des Monsters
Die Graphic Novel „Der Abgrund des Vergessens“ von Paco Roca und Rodrigo Terrasa ist ein erstaunliches Lehrstück über den Umgang mit Massengräbern in Spanien
In seinem dritten Roman „Das Haus der Türen“ verbindet der malayische Autor Tan Twan Eng virtuos Fakten und Fiktion und spürt zugleich der Beziehung zwischen Leben und Literatur nach