Gianfranco Calligarich verwandelt in „Wie ein wilder Gott“ ein vergessenes, grausames Puzzle-Teil italienischer Kolonialgeschichte in ein postmodern gebrochenes, funkelndes und sehr gegenwärtiges Mosaik
Was kann eine schwarze, spanischsprachige Schriftstellerin in dieser Welt noch tun, was macht sie mit der Wut, mit Angst und Scham, die sie zerfressen, wenn sie wieder einmal ausgegrenzt oder als „literarischer“ Freak missbraucht wird?
Der Sudanese Abdelaziz Baraka Sakin verwandelt in „Der Rabe, der mich liebte“ eine migrantische Todesfahrt in einen Schwank – das muss man sich erst mal trauen. Und auch können.
Daniel Kehlmann schwärmt in „Über Leo Perutz“ von dem in Vergessenheit geratenen Schriftsteller und zeigt, warum seine Romane auch Jahrzehnte nach ihrem Erscheinen noch lesenswert sind