Donica Merhazion wurde 1979 im Gefängnis von Addis Abeba geboren. In „Born at the End of the World“ erzählt sie von ihren Eltern und vom offenen Asmara der sechziger Jahre bis zum Terror der Militärjunta ab 1974.
Lisa Frühbeis und Jonas Seufert geben in „Schattenleben" vier Menschen ohne Papiere ein Gesicht und einen Namen, den sie eigentlich nicht haben dürfen.
Wie Alexander der Große wollte der US-Präsident den Gordischen Knoten der Machtverhältnisse im Mittleren Osten zerschlagen. Sein Schwert war nicht scharf genug. Vali Nasrs „Iran’s Grand Strategy“ erklärt die Hintergründe.
Zwischen Frühgeborenenstation, Dating-Apps und drohendem Krieg erzählt Leh-Wei Liaos „Glaszeit“ von Körpern und Biografien, die sich ihrer vermeintlichen Zugehörigkeit entziehen
Von der Anerkennung des Anderen bis zur Verteidigung eines Kogui-Mädchens wird deutlich, wie Ethnozid im Denken beginnt und im Handeln verhindert werden kann
Zynisch bis über die Schmerzgrenze hinaus: In Tony Tulathimuttes vielfach ausgezeichneter Story-Sammlung „Fiasko“ erheben die Außenseiter unter den Millenials ihre (literarische) Stimme
Die ugandische Juristin, Dichterin und Menschenrechtsaktivistin Awadifo Olga Norah über das Schreiben als ethische Reflexion, die Folgen von Gewalt, Frauen als Gestalterinnen des Friedens – und die Kraft der Literatur, Erinnerung zu bewahren
Nyla Matuk erzählt in "Leila & Khaled" nicht nur von einer Rückkehr nach Palästina, sondern auch von der Unmöglichkeit, sich den Bildern der eigenen westlichen Sozialisation zu entziehen
Mit „Vaterland“ antwortet Paweł Pawlikowski auf Colm Tóibíns Thomas-Mann-Roman mit radikaler Reduktion: ein Film aus Blicken, Pausen und Leerstellen – überwältigend schön, bisweilen jedoch zu asketisch