The Immortal Woman

The Immortal Woman

Eine chinesische Mutter und ihre Tochter ringen mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit. Die Mutter, einst Anführerin der studentischen Roten Garden im Shanghai der 1960er Jahre und später Journalistin einer staatlichen Zeitung, wird während der Proteste auf dem Tian’anmen-Platz in einen brutalen Gewaltakt hineingezogen – ein Erlebnis, das ihr den Glauben an ihr Land raubt. Die Tochter studiert inzwischen an einer amerikanischen Universität und versucht mit aller Kraft, zur „echten“ Westlerin zu werden: Sie verdrängt ihre Herkunft, trennt sich von ihrem chinesischen Verehrer und sucht Nähe zu einem weißen Liebhaber, während die Schatten ihrer Erziehung sie weiterhin verfolgen.
Mit dem kometenhaften Aufstieg Chinas beginnt die Mutter jedoch zunehmend einer nationalistischen Weltsicht zu verfallen – sehr zum Entsetzen der Tochter. Der Konflikt zwischen beiden spitzt sich unaufhaltsam zu und mündet in eine tragische Konfrontation. Dabei macht der Roman die permanente Zerreißprobe sichtbar, der viele chinesische Migrant:innen ausgesetzt sind: zwischen dem Druck zur Assimilation und der Sogkraft eines erstarkenden chinesischen Nationalismus. Wie verwandelt sich ungelöstes politisches Trauma in verinnerlichten Rassismus und Identitätsverlust? Und wie kann Zugehörigkeit entstehen in einer Welt, die von geopolitischen Spannungen geprägt ist?
Mal ironisch, mal von großer lyrischer Intensität erzählt The Immortal Woman von Trauer, Resilienz, Sehnsucht und Hoffnung. Der Roman eröffnet einen seltenen Innenblick auf die zerrissenen Leben neuer chinesischer Einwander:innen – und auf jene, die sie zurücklassen. (Verlag)

ISBN
978-1487013172
Erscheinungstermin
04.04.2025
Seiten
384