Layeq Sherali

Kurzbiografie

Layeq Sherali wurde in Panjakent in eine einfache Bauernfamilie geboren. Seine Mutter war gebildet, sein Vater ein angesehener Zimmermann, wenn auch Analphabet, dessen Charakter einen tiefgreifenden Einfluss auf Layeq hatte. Nach dem Maktab erhielt er seine Ausbildung an der renommierten Lehrerbildungsanstalt in Panjakent, die er 1958 abschloss. Während dieser Zeit begann er unter dem Pseudonym „Fathi“ Gedichte zu schreiben.
1959 setzte er sein Sprach- und Literaturstudium in Stalinabad (Duschanbe) fort. Im selben Jahr wurde sein erstes Gedicht veröffentlicht, das ihm große Anerkennung einbrachte und ihm die Unterstützung wichtiger literarischer Persönlichkeiten sicherte. Ab den 1960er Jahren bekleidete Layeq zahlreiche kulturelle und politische Ämter, darunter Redakteur bei Radio Tadschikistan, Chefredakteur von Literaturzeitschriften und Mitglied des Parlaments. 1965 wurde er Mitglied des Schriftstellerverbandes Tadschikistans und 1991 wurde ihm der Ehrentitel „Volksdichter Tadschikistans“ verliehen.
Layeq galt als herausragender Kenner der klassischen persischen Literatur. Ferdowsi, Rumi und Khayyam hatten einen besonders prägenden Einfluss auf ihn. Er verband traditionelle Formen mit Elementen der Weltliteratur und schuf so neue Ausdrucksformen in der tadschikischen Poesie. Neben seinen eigenen Gedichtbänden hinterließ er zahlreiche Übersetzungen, Essays und kulturhistorische Beiträge. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Layeq Sherali starb 2000 in Duschanbe. Sein literarisches Erbe wird in Tadschikistan bis heute hoch geschätzt.