Zwischen Frühgeborenenstation, Dating-Apps und drohendem Krieg erzählt Leh-Wei Liaos „Glaszeit“ von Körpern und Biografien, die sich ihrer vermeintlichen Zugehörigkeit entziehen
Zynisch bis über die Schmerzgrenze hinaus: In Tony Tulathimuttes vielfach ausgezeichneter Story-Sammlung „Fiasko“ erheben die Außenseiter unter den Millenials ihre (literarische) Stimme
Nyla Matuk erzählt in "Leila & Khaled" nicht nur von einer Rückkehr nach Palästina, sondern auch von der Unmöglichkeit, sich den Bildern der eigenen westlichen Sozialisation zu entziehen
Raffinerien, ein Fluch und das schwarze Gold. Arbeiter_innen, Legenden, Petroleum. Der Roman „Total“ von Nastaran Makaremi erzählt um das Erdöl herum. Und wird dann Teil seiner nächsten Verwandlung.
Der preisgekrönte Roman "Taiwan Travelogue" von Yang Shuang-zi verbindet so klug wie emotional Kolonialgeschichte, Begehren und Kochkunst – und lässt jede Speise auch von Macht erzählen
Abdellah Taïas „Die Bastion der Tränen“ ist ein poetisch-schmerzhafter Roman über Homosexualität, Exil und die unheilbaren Wunden von Herkunft, Familie und gesellschaftlicher Enge eines Marokko der Erinnerung
Ein Milliardär, das Blut junger Frauen, Bombenbau, Islamisten im Netz: Madeline Cash sammelt Verschwörungsmythen der Gegenwart. Das ist komisch, doch warum schweigt „Verlorene Schäfchen“, wo Macht sichtbar würde?
In „Eddos goldenes Lächeln“ verdichtet Stella Gaitano Familiengeschichte, Bürgerkrieg und weibliche Erfahrung zu einem Roman von poetischer Wucht und analytischer Klarheit, der auch sprachlich und kompositorisch begeistert
Zwischen politischer Amnesie und Diaspora-Erfahrung zeigt Su Chang in ihrem überzeugenden Roman-Debüt „The Immortal Woman“, wie sich Gewalt in Körpern und Biografien fortsetzt. Auch dort, wo Freiheit versprochen wird